Hintergrund und Ziele

Die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung sind enorm. Ihre Bewältigung setzt die Beteiligung aller gesellschaftlichen Akteure voraus. Vor diesem Hintergrund wird in den vergangenen Jahren verstärkt die Rolle sozial-ökologischer Formen von Zusammenleben und Gemeinwohlorientierung für die Umwelt- und Gesellschaftspolitik der Gegenwart und Zukunft betont. Diese Initiativen entstehen häufig „aus der Gesellschaft heraus“ und in den Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger.

Mehrgenerationenwohnen und Co-housing, nachbarschaftliches Teilen, offene Werkstätten und kreative Nachbarschaftszentren, Gemeinschaftsgärten, Bürgerbusse, Bioenergie- und Ökodörfer – es finden sich bereits zahlreiche Beispiele für innovative Formen von Gemeinschaftlichkeit und Gemeinwohlorientierung, die konkrete Lösungen für den sozial-ökologischen Wandel erarbeiten. Die sozial-ökologischen Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zu einem guten und solidarischen Zusammenleben.

Die Umweltpolitik erkennt das Potenzial dieser Initiativen für einen sozial-ökologischen Wandel und möchte daher aktiv zur Stärkung gemeinwohlorientierter Initiativen und Netzwerke beitragen.

Forschungsfragen

  • Welche innovativen Formen von Gemeinschaftlichkeit und Gemeinwohlorientierung gibt es in unserer Gesellschaft und welchen Beitrag leisten sie für ein sozial-ökologisch verträgliches Zusammenleben?
  • Welche Rahmenbedingungen sind förderlich oder hinderlich für innovative, sozial-ökologische Formen von Gemeinschaftlichkeit und Gemeinwohlorientierung? Wie organisieren sich diese Initiativen und wie können sie längerfristig stabilisiert werden?
  • Welche Rolle spielt Digitalisierung bei der Entwicklung und Etablierung innovativer, gemeinwohlorientierter Gemeinschaften?
  • Wie kann Umweltpolitik diese Initiativen unterstützen und zur Stärkung sozial-ökologisch verträglicher Formen des Zusammenlebens und der Gemeinwohlorientierung beitragen?

Begriffsklärung

  • In dem Projekt wird unter Gemeinschaft ein Netz aus selbstgewählten, auf Vertrauen basierenden, dichten Sozialbeziehungen, wobei die Mitglieder gleiche Werte und Ziele teilen.
  • Unter Gemeinwohl wird das Wohlergehen einer Allgemeinheit verstanden, wobei damit sowohl die Nachbarschaft, eine Region, ein Land oder aber auch die Weltgemeinschaft gemeint sein können. Im Projekt werden solche Ziele und Werte unter dem Begriff Gemeinwohl gefasst, die sich an den pluralistischen und demokratiebezogenen Werten des Grundgesetzes orientieren.
  • Sozial-ökologisch ist eine Eigenschaft, die bestimmten Werten und Zielen zugeschrieben werden kann, wenn sie Themen des Umwelt- und Naturschutzes mit Themen der sozialen Gerechtigkeit verbindet. Sozial-ökologischer Wandel meint dann den ökologischen Wandel sozial gerecht zu gestalten.

Methoden

  • Literatur- und Dokumentenanalyse
  • Bevölkerungsumfrage
  • Expert*inneninterviews

Ergebnisse

  • Projektflyer (pdf) Umweltpolitische Unterstützungs- und Förderstrategien zur Stärkung sozial-ökologischer Formen von Zusammenleben und Gemeinwohlorientierung
  • Zukunftsforum „Innovative Gemeinschaften im digitalen Zeitalter – den sozial-ökologischen Wandel gestalten am 27. Juni 2017 | Berlin (www.zukunft-gemeinwohl.de)
  • Stimmungsbarometer (pdf) Potenziale und Herausforderungen von Gemeinschaftlichkeit und Gemeinwohl für den sozial-ökologischen Wandel - Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage

nächste Meilensteine

  • Expert*inneninterviews (Interviewphase: Januar bis März 2018)
  • Fachgespräch am 13. April 2018
  • Strategiegespräche, u.a. am 24. Mai 2018 und 20. Juni 2018
  • Strategiepapier

Verantwortliche

Institut für Sozialinnovation Consulting UG (Projektleitung)

Prof. Dr. Jana Rückert-John (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Dr. Birgit Peuker (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.)

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.

Dr. Markus Egermann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Anna Betsch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

adelphi consult GmbH

Jan Christian Polanía Giese (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Im Auftrag

Umweltbundesamt

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Fachbegleitung Umweltbundesamt

Fachgebiet I 1.1 Grundsatzfragen, Nachhaltigkeitsstrategien und -szenarien, Ressourcenschonung

Dorothee Arenhövel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Laufzeit

Dezember 2016 bis April 2019

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